Ein Schneehase zu Ostern

Ich habe mich lange nicht gemeldet. Das lag daran, dass wir dieses Jahr nicht wie sonst in der Fastenzeit auf Süßigkeiten verzichtet haben, sondern uns dieses Jahr für Medien entschieden haben. Fernsehen, Radio, Handy und Computer wurden auf ein absolutes Minimum reduziert. Ich muss sagen, es war deutlich schwerer als die Schokolade und das hätte ich nicht gedacht… Dafür haben wir viel als Familie unternommen, die Wohnung wurde öfter aufgeräumt und die Entzugserscheinungen waren doch erschreckend… Mal sehen, ob wir das nächstes Jahr wieder machen oder doch wieder zum Süßen zurückkehren. 😉

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Kurz vor Ostern gab es dann in einer Facebook-Gruppe ein neues Freebook: den Mantel Schneehase. Passenderweise in der Größe 110/116. Die Schneckenmama trägt derzeit 104, aber in der Größe haben wir ja auch schon eine Jacke. Einen Mantel habe ich noch nie genäht, aber in dieses Teil habe ich mich sofort verliebt. Und dann lag da ja immer noch das riesige Stück rosa Babycord, also abends zugeschnitten, am nächsten Morgen genäht und am nächsten Tag zum Ostereiersuchen gleich angezogen.

IMG_0487Der Mantel hat süße Hasenohren an einer riesigen Kapuze. Hinten hat er durch eine Kellerfalte eine schöne Weite. Taschen sind keine vorgesehen. Meine Waschmaschine und ich finden das klasse. Die Schneckenmama hat es noch nicht bemerkt!

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Der Mantel ist super schnell genäht und passt perfekt. Er geht schön über den Popo, ist aber nicht zu lang zum Schaukeln oder Fahrrad fahren.

Alle  Freundinnen aus dem Kindergarten wollen jetzt auch so einen Mantel. „Da muss ich aber ganz schön viel nähen!“ – „Ach was, Mama! Du nähst, und wenn es dunkel wird, dann schläft du und wenn die Sonne aufgeht, dann nähst du und wenn es dunkel wird, schläfst du wieder und …“ – „Ach so, ich darf also zwischendrin auch mal schlafen!“ – „Genau Mama!“

Gefüttert ist das gute Stück mit einer grünen Blumenwiese aus Baumwollstoff. Ein kleines Hasengesicht musste auch appliziert werden. Die Knöpfe zieren auch kleine Häschen.

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Kinder-Hose flicken und/oder verlängern (Tutorial)

Meine Schnecke hat ihre Lieblingshose geschrottet. Ich weiß nicht, wie meine Kinder das machen, aber pro Woche hat mindestens eine Hose kaputte Knie. Nun ließ sich die tolle Kord-Streifen-Hose an den Seiten nicht auftrennen, weil alles doppelt und dreifach abgesteppt war und so griff ich kurzerhand zur Schere und schnitt das ganze Bein ab. Dabei fiel mir dann der tolle rosa Kordrest ein, den ich neulich geschenkt bekommen habe und das Ergebnis meiner Bastelei hat nicht nur die kleine Schnecke entzückt, sondern geht auch wirklich schnell. Da ich allerdings die Nahtzugabe vergessen hatte, musste ich alles nochmal neu machen. Gut für Euch, denn ich habe Fotos gemacht!

1. Schritt:

Großzügig die kaputten Knie herausschneiden, vor allem, wenn der Stoff in Lochnähe schon etwas „morsch“ ist.

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2. Schritt:

Knie-Ersatzstücke zuschneiden: im Stoffbruch mit einfacher Nahtzugabe an der Seite und je doppelter (also insgesamt 4-facher) Nahtzugabe oben und unten.

(Denn der Original-Hosenstoff wird ja auch umgenäht und wird dadurch kürzer… spätestens, wenn die fertige Hose 2cm zu kurz ist, lernt man das…)

Zusätzlich kann man hier Länge zugeben, damit die Hose etwas länger passt. Bei uns werden die Hosen nämlich nie zu eng, sondern nur zu kurz.

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3. Schritt:

Die Knie-Stücke rechts auf rechts im Stoffbruch falten und an der Seite absteppen. (evt. mit Zickzack versäubern)

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4. Schritt:

Das Kniestück recht auf rechts über das obere Hosenende stülpen und einmal rundherum absteppen (und evt. versäubern). Dazu kann das Bein entweder um den Freiarm quälen oder wie auf dem Bild „von oben“ nähen.

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So sieht das dann aus:

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5. Schritt:

Das Kniestück umklappen

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und knappkantig absteppen.

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Hier hilft der Freiarm.

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6. Schritt:

Nun über der freie Ende des Kniestücks das untere Hosenbeinstück (das mit Saum) rechts auf rechts stülpen und absteppen (und evt. versäubern).

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Umstülpen und noch mal knappkantig absteppen.

Dann sieht das Ganze so aus:

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7. Schritt:

Schritt 3-6 am anderen Hosenbein wiederholen: FERTIG!

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Das ging doch schnell! Und weil die Hose sonst im Müll gelandet wäre und die Flicken Stoffreste waren, geht das Ganze zum

Upcycling Dienstag und zum Creadienstag.

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Jeans-Upcycling: mal wieder eine Tasche!

Meine Schwägerin hat zu Weihnachten eine Jeans-Tasche bekommen. Sie hat zwei kleine Kinder und einen Hund und da dachte ich, eine robuste, große Tasche ist sicher was schönes. Da sie recht burschikos ist (ok, sie lehnt alles ansatzweise weibliche ab…), ist sie ohne jegliche Verzierung. Leider wird in unserer Familie (auch der angeheirateten) keine Emotion gezeigt und sie hat mir nicht gesagt, ob sie ihr gefallen hat. Was meint Ihr? Ich finde sie schön!

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IMG_0116Der Mann meiner Freundin hat eine ganze Kiste Designer-Jeans ausgemustert (wobei ich nicht erkennen konnte, was daran kaputt sein könnte…). Die Tasche ist ohne Schnickschnack, also auch ohne Klappe, Innentasche oder Reißverschluss. Als Gurt ist ein altes Koffergurtband passend zum Futterstoff verarbeitet.

Und da alles außer dem Futterstoff upcycling ist, geht es heute mit zum Upcycling Dienstag

und zu Old jeans new bag

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Leider nicht geschafft, aber ohne Ziel ist auch der Weg egal…

Tja, nun ist Weihnachten schon rum. Wie war es dieses Jahr bei Euch? Bei mir war alles anders. Wie Ihr gemerkt haben könntet, habe ich meinen Adventskalender nicht geschafft. Manchmal ist das echte Leben eben wichtiger. Mein Papa ist sehr schwer gestürzt und lag lange im Krankenhaus und in der ReHa, die er kurz vor Weihnachten verlassen durfte, obwohl er noch nicht wieder Treppen steigen kann und das in einem Haus voller Treppen. Er ist kurzerhand für eine Woche über Weihnachten zu meiner Schwester gezogen, wo er ebenerdig leben kann und ich bin mit der ganzen Familie für die Feiertage auch mit. Das war dann ganz schön lebhaft mit vielen Kindern, Hunden und kranken Menschen…

Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein und meinen wunderschönen Baum mit meiner kleinen Familie in Ruhe genießen zu können. Jetzt hat es ja auch noch geschneit, was will man mehr?

Für das neue Jahr nehme ich mir für diesen Blog ein paar Dinge vor, denn ohne Ziel ist auch der Weg egal.

  1. Ich will viel nähen und die Ergebnisse hier auch zeigen.
  2. Ich will viel mit meinen Kindern basteln und das hier zeigen, denn ich suche mit auch immer Anregungen im Netz und bin dankbar für Ideen.
  3. Ich will viel lesen und Euch von den Büchern erzählen. Vielleicht ist ja auch was für Euch dabei?

In diesem Sinne wünsche ich schon jetzt ein frohes neues Jahr!

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Das 13.-17. Türchen: Krippe meets Grippe…

Oje, fünf Tage habe ich nicht geschrieben… aber ich hatte eine heftige Erkältung und zog das Bett dem Bloggen vor, ihr mögt es mir verzeihen!

Passend zur Grippe hole ich die Tage mit unserer selbstgebastelten Krippe und 4 neuen Häkel-Figuren nach:

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Maria und Joseph haben sich auf die Reise gemacht.

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Und Ochs und Esel sind auch schon da. Die Tiere waren bei der Häkelanleitung ja nicht dabei und so habe ich etwas gebastelt, dass ja auch von der Größe her passen musste. Bin nicht ganz so zufrieden, vor allem der Ochse ist sehr mager, aber so war das damals eben! 😉

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Die Krippe haben wir aus Rhein-Kieseln, Rinde und Holz aus unserem Garten, sowie Schwarzwaldmoos gebastelt.

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Bald kommen noch mehr Darsteller. Wir spielen mit den Kindern die Weihnachtsgeschichte mit unserer Krippe nach. Jeden Tag wandern Maria und Joseph näher an die Krippe. Irgendwann mache ich auch noch einen Schwangerenbauch!

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Das 12. Türchen: Der Origami-Weihnachtsbaum

Ganz schnell und einfach ist dieser Weihnachtsbaum gebastelt. Die Anleitung dazu gibt es hier. Ich habe lediglich unten nicht gerade, sondern „stammförmig“ abgeschnitten.

NATÜRLICH musste noch Glitzer drauf und NATÜRLICH in lila. Ratet mal, wer mich dazu gezwungen hat!?

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Das 11. Türchen: Neues Outfit für den Sternentanz…

Beim 5. Türchen habe ich Euch vom diesjährigen Sternentanz im Kindergarten erzählt. Ich hatte ein Sternenkleid genäht, ganz nach den Wünschen meiner Tochter, um dann gestern von meinem Göttergarten ausgerichtet zu bekommen, dass die Kinder etwas dunkles anziehen sollen. Suuuper! Also kurzerhand einen dunklen Sternen-Rock genäht. Ebenfalls aus (diesmal dunklem) Fleece, der Stern sogar als Tasche (dummerweise ist die Schneckenmama absolute Rechtshänderin und tut sich unheimlich schwer, etwas in die Tasche zu stecken… komisch bei Linkshänder-Eltern, oder?).

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Anleitung:

Ich habe einfach die dickste Stelle überm Po gemessen, ein paar Zentimeter extra ein Rechteck geschnitten, Stern appliziert, dabei eine kleine Kurve offen gelassen als Tasche und oben ein Bündchen dran. Angezogen sah der Stern nicht mehr als Stern aus, also noch eine Zacke nach hinten appliziert und ein paar Abnäher, hm… geht so… das Kleid war hübscher…

Das Highlight des Tages:

Jetzt komme ich heute in den Kindergarten, mein Töchterlein abholen. Da kommt die die … Erzieherin an und meint: „Die Kinder sollen morgen was blaues anziehen!“ WAS DENN NUN????? Geht das Sternenkleid oder nicht? „Naja, sie ziehen dann noch gelbe Röckchen drüber. Also dunkle Strumpfhose und was blaues…“

Naja, wahrscheinlich hätte sich mein Töchterlein sowieso kurz vorher noch eingesaut und hätte das Kleid ohnehin nicht tragen können. Da ich sie morgen nicht anziehen werde, weil ich mit dem großen Bruder beim Weihnachts-Experimentieren bin und dann direkt zur Kirche hetze, wird sie wohl irgendeine zerlöcherte Strumpfhose und ein fleckiges, viel zu kleines Shirt anhaben. Mein Mann zieht an, was als erstes aus dem Schrank fällt, wenn er ihn kräftig schüttelt…

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